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Werdershausen -
das grüne Dorf an der Fuhne. Berichte, Kommentare und Veröffentlichungen zu und aus unserem Dorf.
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Von denen von dem Werder zu Ummendorf
Historie - Stamm- und Ahnentafeln

Num. 1. Heinrich von dem Werder ist demnach der 1. te, von welchem man in unzertrennter Ordnung aller jetztlebender, dieses vornehmen Geschlechts Abstammung darthun kan, und hat schon umb das Jahr 1400. gelebet, man hat  aber noch nicht gefunden, mit wem er seine benden Söhne Heinrich und Hartwig  gezeuget hat, der erste ist ohne Erben mit Tode abgangen, hatte aber vom Erz = Bischoff Johanne zu Magdeburg das Haus Ummendorff Pfands = weise überkommen.

 

Num. 2. Hartwig, der 2. te Sohn Heinrichs num. 1. auf Ummendorf, war Hauptmann zu Sommerschenburg, und starb an. 1502. Von dessen Vermählung hat man zur Zeit keine Nachricht, wiewohl er 1. Tochter und 3. Söhne verlassen, wovon Heinrich zu Ummendorff gewohnet, ist aber anno 1515. erbloß verstorben; Hoppolytus war gleichfalls Inhaber des Hauses Ummendorf, dessen Ehegenossin Dorothea geheissen, man hat aber keinen Bericht antreffen können, aus welchem Geschlechte sie gebohren gewesen, vielweniger ob er Kinder mit ihr gezeuget.

 

Num 3. Amalia, eine Tochter Hartwigs num. 2. ist Andreas Schlegeln auf Gnetschcke ehelich anvertraut worden.

 

Num. 4. Gebhard, der 3 te Sohn Hartwigs num. 2 hat gleichergestalt Ummendorff innen gehabt, und mit Frederiken von dem Werder 2. Söhne gezeuget, von welchem Heinrich anno 1570. unverehelichet Todes verblichen.

 

Num. 5. Hartwig, der 2 te Sohn Gebhards num. 4. war Hauptmann zu Wolmerstädt, und hat anno 1566. die Güther Gröbzig, und das Vorwergck die Sorge, nebst dem darben liegenden Dorffe Gerbißdorff von denen von Schaderitz erkaufft, welches er zu einem Adligen Sitz zubereitet, und den Nahmen Werdershausen bengeleget, welches nachmahls dieser vornehmen Familie beständige Wohnung worden, hat auch das Haus Ummendorff nach zurück erhaltenem Gelde abgetreten, und ist anno 1567. mit Tode abgangen. Seien Ehestand hat er geführet mit Annen von Alvensleben aus Kalbe, die ihm 4. Sohne geboren, von welchen Hans frühzeitig verstorben, Dietrich aber hat zu Gröbzig gewohnet, und sich mit Merten von Hahn aus Seeburg gerehlichet, er ist aber anno 1599 ohne Erben Todes verblichen.

 

Num. 6. Bernhard, der 3 te Sohn Hartwigs num. 5 auf Gröbzig ist anno 1606. verstorben, und mit Elisabeth von Dorstädt vermählet gewesen, auch 2. Söhne Ludolphen und Joachim mit ihr gezeuget, der 1 te aber ist zu Lenden in Holland auf der Reise, der 2. dere aber unverheirathet anno 1633. verstorben.

 

Num. 7. Gebhard, der 1. te Sohn Hartwigs num. 5. auf Werdershausen, hat sich Catharinen, Cunens von Hahn, Innhaber des Ammtes Seeburg, auf Basedorv  und Liepe, Tochter, ehelich benlegen lassen, mit welcher er 4. Söhne Cuno Hartwig, Heinrich, Hippolytus Paris und Dietrichen gezeuget; er starb aber anno 1612. Von dessen Söhnen ist der 1 te anno 1640 unverehelichet mit Tode abgangen, und hat die Charge eines Rittmeisters bedienet, auch vielen Feld = Zügen bengewohnet. Hippolytus Paris ist anno 1620. als Rittmeister in der Schlacht von Drage geblieben.

 

Num. 8. Dietrich, der 4 te Sohn Gebhards num. 7. war den 17. Januar. Anno 1584 zu Werdershausen, gebohren, und ben Hans von Bodenhausen, Hochfürstlichen Landgräfflichen  Stadthalter zu Kassel, seinem nahen Anverwandten erzogen, hernach ben Land = Graff Morizen zum Kammer = Pagen angenommen, welcher ihn nach Marpurg geschickt, und nebst andern in studiis Sprachen und Adelichen Exercitlis wohl unterrichten lassen, ist nachmahls in Italien und Franckreich gereiset, und ben seiner Rückkunfft ben gedachten Land = Graffen die Charge eines Kammer = Junckers und Stall = Meisters erhalten, hat sich auch der Kriegs = Affären mit angenommen, und anno 1610. vor der Vestung Jülich, als Rittmeister Dienste gethan, nach geendigter Campagne  aber ist er wieder nach Kassel gegangen, da er ben seiner Ankunfft zum Ober = Hoff = Marschall und geheimbden Rathe ernenntet, und ben vielen Gesandschafften würcklich gebrauchet, sonderlich aber an Sr. Königl. Maj. In Dännemarck, Hochfürstli. Durchl. Zu Sachsen und Brandenburg, Herzog von Braunschweig, Herren General = Staaten, Printz Moriz von Nassau verschicket worden: Hat sich hiernechst ben 2. Kaiyserlichen Wahltagen in Thurnieren zu Roß und Fuß rühmlich erzeiget, wie denn dessen in Continuatione Sleidani Lib. IV. fol. 56 gedacht wird: Daß er auf dem Kayserl. Ringel = Rennen ben der Kröhnung Kaysers Mattiä anno 1612. ben 4 ten Gewinn gewonnen, so ein gar grosser Becherin Form einer Weintrauben, so ein Fiese auf der Achsel getragen , gewesen, hat auch nach diesem am Hochfürstl. Kassellischen Hoffe seinen Chargen mit sonderm Lobe vergestanden. Nachdem aber der Krieg in Teutschland allerhand Veränderungen nach sich gezogen, hat er gedachten Hoff verlassen, sich in sein Vaterland auf seine Güther begeben, und beschlossen den Überrest seines Lebens in Ruhe zuzubringen. Als aber der König in Schweden Gustaphus  Adolphus die Schlacht ben Leipzig erfochten, sich bald drauff nach Halle erhoben, wohin sich auch die sämbtliche Hochfürstl. Anhaltische Herrschafften begeben, und er unter andern mit zugehen beordert worden, hat der König eine sonderbahre Gnade gegen ihn blicken lassen, mit ihme selbsten in vieler hohen Personen Bensenn, gesprochen, und alsobald ein Regiment Infanterie demselben freywillig geschencket, solches anzunehmen  er sich zwar anfangs geweigert, als aber der König dein General Banier deßwegen an ihn abgeschickte, hat er es endlich angenommen, und selbigen von anno 1631. biß 1635 löblichen vorgestanden: da aber die Kayserlichen Avocatoria publiciret worden, hat er resignieret, ist dennoch nichts destoweniger ben der Schwedischen Armee in grossem Ansehen geblieben, auch dadurch die gäntzliche Schwedische Contribution eine geraume Zeit von denen Anhaltischen Landen abgewandt, inzwischen aber in dasigen Landen zum Unter = Directore des Fürstenthums ernennet worden. Anno 1646. ist er von der Land = Gräfin zu Kassel an Ihro Hochfürstl. Durchl. zu Brandenburg, wegen Vermählung dero Printzens, Land = Graff Wilhelms Hochfürstl. Durchl. mit der Printzeßin Hedewig Sophia zu Brandenburg zu tractiren abgeschickt worden, welche hohe Mariage er nicht nur glücklich geschlossen, sondern von Ihre Geheimbden Rath und Krieges = Obristen, wie auch ferner zu Dero Hauptmann über das im Fürstenthum Halberstadt gelegene Ambt Alten Badersleben bestallt und angenommen worden, wovon Se. Hochfürstl. Durchl. an das Hochfürstl. Haus Anhalt folgender Gestalt geschrieben:

 

Nebenst diesem geben wir E. Liebden auch Freundlich zu vernehmen, dass, nachdem Uns die hohen Qualitäten und Geschicklichkeit des Obristen Dietrichs von dem Werder, welcher von Unser freundlichen lieben Muhmen der verwittberen Frau Land = Gräfin zu Hessen, und ihres geliebten Sohns, Herrn Land = Graf Wilhelm Liebden, in Verrichtung an Uns geschicket, nicht allein von andern unterschiedlich hochgerühmet worden, besondern wir auch dieselbe in der That auch selbst erfahren, und Uns daben erindert, dass zu Unsern Geheimbden Rath und Krieges = Obristen in Gnaden auf und anzunehmen, nicht zweiflende, gleichwie E. Liebden ermelten Obristen, dem von Werder, vor diesem alleweg mit Fürstl. Hulden und Gnaden zugethan gewesen, Dieselbe auch ferner gegen ihm zu conrinuiren, Ihnen freundt vetterlich belieben lassen. Solches wie es Uns zu sonderlichem Dancknehmenden Gefallen  gereichen wird, Also sind Wir umb E. Liebden mit Freund Vetterlichen Diensten zu erwiedern stets willig  und bereit, auch solches gleichsam an Gnaden selbst publiciren und kundig machen lassen wollen.
Solchergestalt hat er sein übriges Leben ruhig fortgesetzet biß er den 18. Decembr anno 1657. auf seinem Guth Reinßdorff im hohen Alter verstorben. Seinen Ehestand hat er angefangen mit Dorothea Catharinen, Wolffs von Waldau auf Schwanewitz Hochfürstl. Anhaltischen Kammer = Raths, Hoff = Marschalls und Stallmeisters Tochter, welche er sich den 21. Junii anno 1618 zu Kassel ehelich anvertrauen lassen, mit selbiger auch 1. Sohn und 4. Töchter gezeuget. Es sind uns aber dero Nahmen nicht bekandt gemacht worden, und sind alle in erster Jugend verstorben. Nachdem sie aber den 12. Febr. Anno 1627 Todes verbliche, hat er sich anderweit anno 1629. mit Juliana Ursulen von Pöbliltz, Adolph Witrichs  von Krosigck Wittben vermählet, die aber auch anno 1655. mit dero Absterben ihn zum andernmahle zum Wittber gemacht, und hat nur eine Tochter mit ihr gezeuget, von deren Nahmen wir gleicher gestalt keine Nachricht gefunden. Im Übrigen hat er den Ruhm erlanget, dass er einer von denen erstern Wir = Gliedern der Fruchtbringenden Gesellschafft gewesen, und den Nahmen des Vielgekörneten geführet, auch solches unter dem Sinn = Bilde eines aufgeborstenen Granat = Apffels, mit der Benschrifft: Abkühlend und Stärckend, vorgestellet, vid. Cap. VIII. Cent. 1. num. 31. der Fruchtbringenden Gesellschafft.

 

Num. 9. Paris, der einzig Sohn 1. ter Ehe Dietrichs num. 8. auf Reinßdorff, Werdershausen, Reupzig und Bresen, Hochfürstl. Anhaltischer Rath zu Dessau, war gebohren dem 12. Junii, anno 1623. hat sich von Jugend an fleißig in Adelichen Exercitiis geübet, womit er sich auch auf denen Hochfürstl. Benlagern zu Gottorp und Zelle ein sonderliches Ansehen erworben , hat anno 1646. sich auf die Reise begeben, und seinen Weg über Oßnabrüg, allwo damahls wegen des Friedens tractirer worden, in Franckreich genommen. Nach dessen Rückkunfft er sich mit Rebecca Catharinen von Kölern erehlichet, und mit ihr 6. Töchter und 1. Sohn gezeuget, wovon eine Tochter frühzeitig verstorben, man hat aber biß dato dero allerseits Nahmen, und wie sich die übrigen verehlichet haben, nicht erfahren;  Er starb den 12. Junii anno 1674. und ist zu Reinßdorff beerdiget worden.

 

Num. 10. Johann Gorge Lebrecht, ein Sohn Paris num. 9. Dieser ist noch vor dem Vater mit Tode abgangen.

 

 

 

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