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Werdershausen -
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Ursprünge derer von dem Werder
Historie - Stamm- und Ahnentafeln

Es meldet D. Becmann in der Historie des Fürstentums Anhalt Part. VII Cap. 2. pag. 285 aus dem Auctore des Geographisch = Genealogischen Regenten – Sahls pag. 519 & 520.

 

Das dieses vornehme Geschlecht nach des Auctore Chronici Coenobii Montis – Franc. fol. 32. Berichte ehemals zu denen alten Grafen von Woldenberg in dem Stifft Hildesheim, wäre gezehlet worden, welches Ammt vormals eine Graffschafft, womit der 35te Bischoff, Graff Otto II. von Woldenberg, der Letzte seines Geschlechts, der 1335. gestorben, die Stiffts = Lande vermehret. Wiewohl letztgedachter Auctor spricht, dieser Otto sen nicht der Letzte gewesen, mit welchem die uhralte Familie derer von Woldenberg sen zu Ende gegangen, sondern ein anderer Otto, des Heinrici VII. Sohn, welcher anno 1344 gestorben, wie er solches pag. 68 angemerket, es habe aber schon vorher Bischoff Otto, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, so anno 1280. mit Tod abgangen, das Schloß zu Woldenberg von dem Graffen bekommen, welcher Burg den Nahmen hat, weil der Berg, worauf die gebauet, vor dem mit einem Wald oder Walde bewachsen gewesen. Und war sonst dieses Gräfliche Geschlecht sehr ansehnlich, daben in unterschiedene Linien getheilet, die sich nannten, die Grafen von der Insel von Woldenstein und Woldenbroke, Edle Herren von Wimmelstein oder Wimmelsen, so alle uhrsprünglichen Grafen von Woldenberg gewesen, wie solche Meibomius in Chron, Riddi Tom. III. Ser. Geman. fol. 369. mit diesen Worten beschreibet: Ex his sunt Comites de Insula, Comites de Woldenstein & Woldenbroke, nec non Nobiles Domini Vimmelstein seu Vimmelsen, aui omnes origine Woldenbergii, der ehe genannte Auctor Chron. Coen. Montis – Franc. pag. 32 thut auch die von Werder hinzu, im Fall die von Werder und die von der Insel nicht einerlen gewesen. Es wird aber das Ammt von der Innerste, und der sich in selbige ben dem Cisterciensen = Kloster Derenborg eingsessenden Netta bewässert, und sind in selbigen unweit der innerste, Heine, und das Filial Listringen, Lutrum, Hersen, Reine, Raddekenstedt, Groß und Klein Herde, unweit aber der Nette: Holle, Sotrum, Woldenberg, und die gegen über an der andern Seiten des Flusses gelegene Hennekyrode, Werder, und das Stadtlein Bokenem oder Bokeln, hart an besagter Natte, von welchem gedachten Orth Werder diese vornehme Familie sonder Zweiffel den Nahmen übernommen; Denn nach Francisc. Wilimanni de Reb. Helver. seu Antiquit. Lib. II. fol. 117. Berichte, in denen alten Zeiten die beständige Gewohnheit gewesen, dass die Ritter gemeiniglich ben Erlangung des Adels den Nahmen, entweder von ihren Dörffern, Stamm = Häusern, Burgken oder Schlössern, so sie besessen, angenommen, oder wenn sie mit dergleichen von Kaysern und Königen beliehen worden, schuldig gewesen, sich davon zu nennen, und so wohl vor sich, als ihre Nachkommen hierdurch ihre Verbindlichkeit gegen den Lehns = Herren zu erkennen zu geben. Nach Eingangs erwehnten D. Becmanns Berichte c. l. aber findet sich Gerhardus  Werder in denen Anhaltinischen Documenten benennet, so nebst Cuno Latorpen, als Zeuge angeführet wird in derer Fürsten Siegmunds Albrechts und Woldemars Donation eines halben Gartens vor der Vincken  porte ben Zerbst, ad Semiram dictam Vincken porte, an das Stifft zu St. Bartholomäi an. 1387. Vigil. Epiphan; Ingleichen Cuno Werders, so ben der Stadt Zerbst mit caviret vor Henning Crachten wegen Verwaltung des Hauses Lindow; Wiewohl nun ferner gedachter Becmann nennet, es habe sich dieses vornehme Geschlecht allbereit in dem 11. und 12. Seculo bestandt gemacht, indem 2. Jöbste von dem Werder zu den Zeiten gelebet, deren einer umbs Jahr 1019. dem Thurnier zu Trier bengewohnet, der andere aber umb das Jahr 1119. mit Margarethen von Bünau, welcher im Thurnier zu Göttingen gedacht wird, verehlichet gewesen, alleine es waren sothane des Geschlechts derer nunmehro in Reichs = Grafen = Standt erhobenen Grafen von Werdern, des Heil. Röm. Reichs Erb Kammer Thür. = Güter, wie solches in dero Genealogischen Historischen Beschreibung sub. num. 13. & 17. des mehrern zu ersehen. Es hat aber ehemals diese vornehme Familie auf dem unweit Hameln gelegenen Schlosse Bisperode ihren Sitz gehabt, wie denn Otto von dem Werder annoch anno 1481. sothanes bewohnet, und mit Hedewig von dem Busch Aschen, Aschwin oder Ascan gezeuget, dieser hat zu Bisperode noch Lopke erkaufft und ist anno 1549. daselbsten mit Tode abgangen, nachdem er sich mit Sophien von der Wense aus Wintersdorff verehlichet, gehabt, die ihm 2. Söhne Heinrich und Jobsten geboren, von welchen Heinrich anno 1572. verstorben und hat Hartewigen verlassen, so anno 1612. erbloß Todes verblichen, Jobst aber hat sich Marien, Heinrichs von Salka auf Ebersbach und Annen von Frentags aus Marienthal Tochter, ehelich benlegen lassen, die ihm Aschen Heinrich, Jobst und Heinrich Julium gebohren. Er hat vielen Feld = Zügen bengewohnet, und ist als Obrister Lieutenant anno 1579 verstorben, von dessen Söhnen hat Asche Heinrich zu Löpke gewohnet, und mit Helenen, Philipp Ludwigs von Sanstein, und Margarethen von Münchhaussen Tochter Margarethen gezeuget, so an Rudolph Wilhelm Fren = Herrn von Holzhausen, Hochfürstlicher Hessen = Darmstädischen Regierungs= und Kriegs = Rath, Haupt = und Ammtmann, auch Kriegs = Obristen, und Ober = Commendanten zu Gießen, welcher anno 1667. mit Tode abgangen, vermählet gewesen. Heinrich Julius aber ist anno 1626 erbloß verstorben. Jobst aber hat seine Geschlechts = Linie fortgepflanzet, hat Bisperoda und Lopke inne gehabt, und ist anno 1665. Todes verblichen, nachdem er mit Catherinen Erichs von Rheden auf Hüperda, Glehre und Rheden, Hochfürstlich Braunschweig. Lüneburg. Geheimbden Raths, und Catherinen von Alter aus Wierborn Tochter , fünff Töchter, Margarethen, Elisabeth, Catherinen, Lucia Dorotheen und Julianen gezeuget, wovon Margaretha, Raban Elmershans von Harthausen, Elisabeth, Raban Jobst von Harthausen, Catharina, einen von Steuben, Lucia Dorothea, Achaz von Arnstädten, und Juliana, welche den 30. April anno 1647, das Licht dieser Welt erblicket, anno 1705 aber Todes verfahren, Ernst Wilhelm, von Pistoris auf Merschwitz ehelich anvertrauet worden. Hiernechst findet sich, dass Peter von dem Werder noch anno 1455. gelebet, welcher Thesaurarius und Custos des hohen Erz = Stiffts Magdeburg gewesen; Man hat aber keine Nachricht, aus welcher Linie er abgestammet.

 

 

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