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Werdershausen -
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Amtshandelsbuch
Historie - Werdershausen

Vor der Entstehung von Werdershausen gab es noch kein Amtshandelsbuch für diesen Bereich. Nach dem „Cöthener Saalbuch“ von 1602 bestand aber das fürstliche Amt und Gericht zu Gröbzig“, das die Verkäufe Werdershausen an verschiedene Besitzer beinhaltete.

 

Nach der „Histhoria des Fürstentums Anhalt Zerbst 1710“ schreibt Beckmann: (hier vereinfachte Schreibweise)

 

Hartwig von dem Werder, so Hauptmann zu Wolmirstedt gewesen, hat Anno 1566 die Güter Gröbzigk  und Werdershausen von den von Schaderitz erkauft, das Hauß Ummendorf aber nach zurücke bekommen Gelde, so er darauf gezahlet, wider fahren lassen, Werdershausen hergegen zu einem Adligen Sitz eingerichtet und ihm diesen neuen Namen gegeben, da es vorhin ein Vorwerck gewesen und die Sorge geheißen, und das Dorf dabei Gerbißdorff, welches auch endlich die Werdersche Familie diesen Ohrt zu einer beständigen Adligen Wohnung erwehret, den Namen Werdershausen gleichfalls angenommen und sich nicht mehr Gerbißdorff geheißen, wiewohl es sonst noch unter diesem Namen in den alten Registern gefunden wird.

 

Während das Amtshandelsbuch Gröbzig vermutlich schon um 1570 angelegt wurde, erfolgte dies erst 1578 für Werdershausen. Im staatlichen Archivlager Göttingen befindet sich das Amtshandelsbuch Werdershausen für die Jahre von 1578 bis Oktober 1591. Der Beginn dieses Buches im Jahre 1578 ist insofern bemerkenswert, als im gleichen Jahr auch die „Verordnung über die Feudaldienste“, welche die Gröbziger und Werdershausener „Untertanen“ zu leisten hatten, festgesetzt wurde. Während das Amt Gröbzig nur für die Stadt und die Vorwerke des Gutsbesitzers (Pfaffendorf und Berwitz) zuständig war, umfasste das neu errichtete Amt Werdershausen die Ortschaften Werderhausen mit Cattau, Cörmigk, Gerlebogk, Ilbersdorf, Pfitzdorf, Wiendorf und Sixdorf.

 

Auszüge aus dem Amtshandelsbuch Werdershausen
Blatt 47:
2. Mai 1581; Urfriede, Jakob Mann der Fuhnemüller. Er hat die Mühle vernachlässigt, „darinnen heimlich…Trunkenheit
gewesen“. Er muss innerhalb von 2 Tagen die Mühle räumen.

 

Blatt 53:
Urfriede Matthias Brauns, der Brachmeyer, der in Haft gewesen ist, weil er Zank in der Schenke angerichtet hat.
Bürge: Augustine Hoffmann und Hans Möbusen Gröbzig.

 

Blatt 54:
Urfriede Steffen Vogt wegen Einbruchs in die Scheune und Stehlens von Getreide.
Bürge: Jakob Prim und Martin Schlüter.

 

Blatt 55:
Ehestiftung zwischen Marx Vogge zu Cörmigk und Jungfrau Maria Hahndorf zu Maxdorf, Jürge Hahnsdorf (sel.) Tochter.

 

Blatt 71:
Urfriede Steffen Vogt. Er hat den Kornschreiber Johannes Jacob zu Gröbzig mit seinem Spieß am Arm verwundet und den Burgfrieden gebrochen.
Bürge: Drebes Kindermann und Wolf Fastnacht

 

Blatt 787:
Urfriede Oswald Ziegler von Prosigk. Er hat die Magd des Caspar Schmied (Cörmigk) geschwängert und muss zur Strafe 1 Fass Zerbster Bier geben.

 

Blatt 115:
im Jahre 1587; Urfriede Gertraud Schulzen, Wolf Hampen zu Cörmigks Stieftochter. Sie ist in der Schenke daselbst deshalb in genommen, weil sie Unzucht getrieben hat.

 

Blatt 147:
2. Mai 1591; Kaufkontrakt Mewes Freckels (Cörmigk) Verkäufer, und Hans Henze, Käufer über Haus und Hof für 100 Gulden.
Zeuge: Nickel Schenderling (Cörmigk).

 

 

 

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