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Werdershausen -
das grüne Dorf an der Fuhne. Berichte, Kommentare und Veröffentlichungen zu und aus unserem Dorf.
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Entstehung der Fuhne und ihrer Umgebung
Historie - Entstehung der Fuhne

Die im Kampf ums Dasein immer mehr erstarkenden Urmenschen verbreiteten sich nach und nach auch über Norddeutschland, wo sie sich, außer der altgewohnten Jagd und dem Fischfang, allmählich auch der Viehzucht zuwandten. Dadurch wurde ein geordnetes Nebeneinander mehrerer „Familien“ (Sippen) ermöglicht.

 

In dieser “jüngeren Steinzeit“, der so genannten neolithischen Periode, die um ca. 1500 vor Christus ihr Ende erreichte, erfolgte eine allmähliche beständige Besiedlung der norddeutschen Ebene und mit ihr auch des Gebietes des Akatienberges und dessen weiteren Umgebung.

 

Die am Mühlenberg bei Ilbersdorf freigelegten Gräber beweisen, dass in der jüngeren Steinzeit unser Gebiet recht ansehnlich bevölkert sein musste. In 1,25 m tiefen Gräben fand man in Steinkisten unverbrannte Leichen. Als Beilagen konnten Gefäße mit Schnurverzierungen, polierte Steinbeile und Feuersteinmesser geborgen werden. Die aus der Bronze- und älteren Von Nordosten, von Skandinavien, schoben sich während der Eiszeit dicke Eismassen heran, die auf ihrem Rücken, im Inneren oder auf dem Grunde Felsstücke, Schotter und Sand brachten.
An der Südgrenze des Eises war die Temperatur so hoch, dass es abschmolz. Auch in unserer Gegend, der Linie vom Akazienberg über die Krüchernschen Mühlenberge zum Wartenberge bei Calbe, stand das Eis. Es schmolz ab und Sande, Schotter und Steine lagerten sich ab. Da das Eis nachschob und das Schmelzen immer an derselben Stelle eintrat, wuchsen die Ablagerungen dort immer mehr an. Dadurch  entstanden Hügelketten – Endmoränen genannt (Pilsenhöhe ist auch eine Endmoräne).

 

Je länger die Südgrenze des Eises an einer Stelle blieb, desto höher wurden die Endmoränen. Das abgeschmolzene Wasser floss senkrecht zum Eisrand ab, sammelte sich in großen Strömen, die parallel zum Eisrand gewaltige Wassermassen zum Meer führten. Es bildete sich das Urstromtal der Elbe. Eine  sich gebildete Überflussrinne dieses Stromes ist die Fuhne.

 

Als das Eis weiter zurückging, musste die Fuhne die Sand- und Schotteransammlungen – die Endmoräne – durchbrechen. Man sieht den Durchbruch Akazienberg bei Gröbzig. Wahrscheinlich floss die Fuhne zunächst bei Könnern in die Saale. Die Bodengestaltung und furchtbaren Äcker schließen auf das Fuhnetal. Das Tal lässt sich verfolgen. Schalen von Flusstieren (Schnecken) wurden festgestellt. Ein anderer Fuhnelauf führte vermutlich in das Becken von Kustrena. Die Wasserrinnen, die von der Endmoräne kamen, führten den Schlamm weiter bis zum Urstromtal. Der ausgewaschene Sand blieb am Rande der Endmoräne liegen (unsere Gegend).

 

Auf dem Grunde des Eises wurde ein Brei von Mergel, Lehm und Gesteinen geschoben, der hauptsächlich die Köthener Ebene bedeckte. Für unsere Gegend muss man mit zwei Eiszeiten rechen. Als das Eis zurückging, rückten Pflanzen, Tiere und Menschen vor, besiedelten die Landschaft und wurden in der zweiten Eiszeit wieder vertrieben. Die dritte Eiszeit hatte den Norden – wahrscheinlich bis zum Fläming – bedeckt. Für die Landwirtschaft ist der Zustand wichtig, da die Moränen teilweise von Flugstaub überdeckt wurden, der sich wahrscheinlich in der zweiten Eiszeit mit Nordostwinden ablagerte. Dieser Flugstaub, Löß  genannt, ist sehr fruchtbar. Er überdeckte die Sandstellen der Moränen und bedingte die landwirtschaftliche Entwicklung des Köthener Landes.

 

Eine Eigenart, die kaum ein anderer Fluss in Deutschland aufweisen kann ist, dass die Fuhne zwei Mündungen hat. Im Westen mündet sie in Bernburg in die Saale und im Osten bei Jeßnitz in die Mulde. In der Gegend bei Wehlau, bei Salzfurthkapelle steht das Wasser ohne Fließbewegung. Erst in einiger Entfernung macht sich eine schwache Ost- und Westbewegung bemerkbar.

 

 

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