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Werdershausen -
das grüne Dorf an der Fuhne. Berichte, Kommentare und Veröffentlichungen zu und aus unserem Dorf.
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Lebensweg
Historie - Diederich von dem Werder

Diederich von dem Werder wurde am 17. Januar 1584 in Werdershausen geboren und entstammt dem angesehenen Adelsgeschlecht, das im Jahre 1566(7) den umfangreichen Besitz derer von Schaderitz um Gröbzig erworben hatte und bis zu der im Jahre 1718 erfolgten Aufgabe ihrer Güter der anhaltinischen Ritterschaft angehörte. Seine frühen Jugendjahre verbrachte er in der Heimat, seine Erziehung in der Familie. Als Leibpage kam er an den landgräflichen Hof in Kassel und wurde dann Schüler des Collegium Maurtianum in Marburg. Dort studierte er Theologie und Rechtswissenschaft.


Reisen nach Frankreich und Italien erweiterten seinen Gesichtskreis. Der Umgang mit Hofleuten und auswärtigen Gebildeten verliehen ihm eine feine hofmännische Bildung, die ihn später zu einer diplomatischen Laufbahn befähigte. Als Weltmann kehrte er nach Kassel zurück und stieg dort schnell vom Range eines Kammerjunkers zur Würde eines geheimen Rates, Oberhofmarschalls und Erziehers der landgräflichen Kinder auf. Er führte auch diplomatische Aufträge an nahen und fernen Höfen aus.


1620 führten ihn seine weitgehenden literarischen Interessen in die „Fruchtbringende Gesellschaft“. Er erhielt den Namen „Der Vielgekörnte“. Seit dieser Zeit verband ihn eine immer inniger werdende Freundschaft mit dem um 5 Jahre älteren Fürsten Ludwig, die bis zu dessen Tode im Januar 1650 anhielt. 1622 verließ er den hessischen Dienst und siedelte nach Reinsdorf (Anhalt) über, welches er sechs Jahre zuvor erworben hatte.
 

Als um 1618 im Lande die Kriegsgefahr immer größer wurde, stellten die Fürsten 1623 einen bewaffneten Landschutz auf. Diederich v. d. Werder beteiligte sich als Hauptmann einer Kompanie Fußvolk daran und hatte mit dem Einfall feindlicher Abteilungen in Anhalt vorerst ein unrühmliches Ende gefunden. Von 1631 – 1635 leistete er nochmals Kriegsdienst. Sein Landesherr Fürst Ludwig versah im Dienste der schwedischen Krone das Statthalteramt über die Stifte Halberstadt und Magdeburg, so dass Diederich v. d. Werder Oberst eines schwedischen Regimentes wurde, aber dem Lande so gut wie keinen Nutzen brachte. Zwischendurch führte er diplomatische Aufträge der anhaltischen Fürsten aus:


1626 am kurfürstlichen Hof in Dresden
1627 am kaiserlichen Hof in Wien
1630 beim Herzog vom Friedland
1634 wieder in Dresden

 

Von 1639 – 1642 war er Unterdirektor der anhaltischen Gesamtlandschaft und versuchte in ehrenden diplomatischen Aufträgen die Rechte seines Herren und des Landes zu wahren. In regem Verkehr mit Fürst Ludwig, der seit 1629 das Oberhaupt der „Fruchtbringenden Gesellschaft“ war und den Gesellschaftsnamen der „Nährende“ führte, hatte der „Vielgekörnte“ seine Ansichten über die Muttersprache geäußert (siehe auch: „die literarische Bedeutung des Diederich v. d. Werder).


Die Hinfälligkeit des Alters zwang Diederich v. d. Werder, sich in die Stille seines Herrenhauses in Reinsdorf zurückzuziehen.  Dort starb er am 18. Dezember 1657 und wurde in der Kirche zu Reinsdorf beigesetzt. Der Grabstein ist spurlos verschwunden, vermutlich wurde er beim Neubau des Kirchenschiffes 1852 beseitigt.

 

 

VERANSTALTUNGEN